Fehlerprüfung
Bei der Berechnung werden zuerst alle Daten aus der Zeichnung gesammelt. Danach erfolgt die Modellierung und Idealisierung der erfassten Geometrie.
In jedem Schritt werden die wichtigsten Werte miteinander verglichen, um die Plausibilität und Konsistenz aller Daten zu gewährleisten. Modellfehler und Inkonsistenzen werden damit sofort erkannt, der Anwender erhält eine aussagekräftige Fehlermeldung, mit der vorhandene Fehler in der Geometrie behoben werden können.
Zusammenfassung
Am Ende jedes Berechnungslogs steht der Abschnitt [41] Zusammenfassung Fehlerprüfung. Er
protokolliert jede einzelne Prüfung, die während des Laufs durchgeführt wurde — mit den verglichenen
Werten, der angewandten Schwelle und dem Ergebnis.
Damit ist nachträglich ablesbar, was geprüft wurde und wie es ausgegangen ist. Bestandene Prüfungen erscheinen ebenso wie fehlgeschlagene; eine Prüfung, die der Lauf nicht mehr erreicht hat, wird als solche ausgewiesen und nicht mit einem bestandenen Ergebnis verwechselt.
Aufbau
Der Kopf nennt den Umfang des Laufs:
Rig-Gruppen 0
Regeln geprüft 48 von 48
Einzelvergleiche 166
davon fehlgeschlagen 0
Regeln geprüft gibt an, wie viele der hinterlegten Prüfregeln in diesem Lauf zur Anwendung kamen.
Einzelvergleiche zählt die tatsächlich durchgeführten Vergleiche — eine Regel, die je Traverse oder
je Auflager prüft, erzeugt entsprechend viele.
Darunter folgen die Prüfungen, gegliedert nach den Phasen der Berechnung:
[5] >> EINGABE - GEOMETRIE >> Auflager Daten erfassen
[5] 0504 0504 Ʃ Dead Weight Auflager 310.00 310.00 0.00 0.000 kg INFO ABBRUCH OK
[5] 0505 0505 Ʃ Factored Weight Auflager 310.00 310.00 0.00 0.000 kg INFO ABBRUCH OK
Je Zeile stehen die Sektion des Logs, die Regel- und die Fehlernummer, die geprüfte Größe, das geprüfte Objekt, beide verglichenen Werte, die absolute und relative Abweichung, die angewandte Schwelle sowie Einheit, Einstufung, Wirkung und Ergebnis.
Die Fehlernummer entspricht der Nummer in der Fehlermeldung, die bei einem Verstoß erscheint. Über sie lässt sich eine Meldung der zugehörigen Prüfung zuordnen.
Am Ende steht die Bilanz des Laufs mit der Anzahl bestandener, fehlgeschlagener und übersprungener Prüfungen sowie der größten aufgetretenen Abweichung. Bricht die Berechnung ab, nennt die Fußzeile zusätzlich die Sektion, in der das geschah.
Die vier Phasen
Die Prüfungen sind den Phasen der Berechnung zugeordnet, in der Reihenfolge, in der sie ablaufen.
Eingabe – Geometrie. Was aus der Zeichnung erfasst wurde, wird gegen sich selbst geprüft: die Kapazität jedes Auflagers, der Mindestabstand zwischen Auflagern, sowie die Summen der Eigen- und Bemessungsgewichte von Auflagern und Einzellasten — jeweils für die gesamte Zeichnung und getrennt nach Haupt- und Sub-Rig.
Eingabe – Modellierung. Die Erfassung wird gegen das Rechenmodell gehalten. Hier zeigt sich, ob beim Übergang von der Zeichnung ins Modell etwas verlorengegangen oder doppelt angesetzt worden ist — sowohl bei den Gewichtssummen als auch bei der Anzahl der Objekte.
Ausgabe – Berechnung. Die Ergebnisse des Rechenkerns werden gegen die angesetzten Lasten geprüft. Der wichtigste Vergleich ist das Kräftegleichgewicht: Die Summe der Auflagerkräfte muss der Summe der angesetzten Lasten entsprechen. Daneben werden die automatisch erzeugten Lasten gegen ihr Bildungsgesetz gehalten, die Zuordnung der Kernergebnisse zu den Traversen geprüft und die Auslastungen ausgewiesen.
Validierung und Logging. Zuletzt werden die erzeugten Zusatzprotokolle gegen die Berechnung geprüft — die Summen im Eingangsprotokoll und die Bilanzen in der Lastenübersicht.
Umfang
Der Umfang wächst mit der Zeichnung: Regeln, die je Traverse, je Auflager oder je Knoten prüfen, erzeugen entsprechend viele Einzelvergleiche. Die Darstellung bleibt dabei kompakt — treten von einer Regel viele gleichartige Ergebnisse auf, werden sie zu einer Zeile zusammengefasst, die den kritischsten Fall zeigt.