Faktoren
VStatics verwendet eine Reihe von Faktoren und Lastwerte zur Modellierung und Berechnung der Geometrie in der Zeichnung.
Alle Faktoren und Lastwerte können aus einem beliebigen Berechnungslog abgelesen werden. Das Berechnungslog lässt sich nach dem Abschluss der Berechnung öffnen.
Alle Einstellungen werden im Berechnungsprotokoll in Abschnitt [18] System berechnen
aufgelistet, so wie sie für diese Berechnung gegolten haben. Sie können damit jederzeit
nachvollziehen, mit welchen Werten ein Ergebnis zustande gekommen ist.
Zwei Arten von Faktoren
Der entscheidende Unterschied ist, wann ein Faktor wirkt.
Faktoren auf der Eingangsseite erhöhen das Gewicht selbst. Ein Scheinwerfer mit 7.60 kg geht mit 7.98 kg in die Berechnung, wenn der Faktor für Licht auf 1.05 steht. Ab diesem Moment ist der Faktor Teil der Last und taucht in jeder weiteren Zahl auf.
Faktoren auf der Ergebnisseite verändern das Gewicht nicht. Sie werden erst auf das fertig gerechnete System angewandt — auf die Auflagerkräfte oder auf die Traversenbemessung. Deshalb sehen Sie in den Lastübersichten das unfaktorierte Gewicht, in den Ergebnissen aber einen höheren Wert.
Notiz
Wenn die Summe der Auflagerkräfte in [26] höher ist als die Summe der Lasten in [18],
ist das kein Widerspruch. Die Differenz ist der statische Faktor.
Globale Lastunsicherheitsfaktoren
Eingangsseite. Je Gerätekategorie ein Zuschlag auf das Gewicht, für Unsicherheiten in den Herstellerangaben, Zubehör und Befestigungsmaterial.
Sichtbar in [5] Auflager Daten erfassen und [7] Einzellasten Daten erfassen: dort steht je
Zeile das Eigengewicht, der Faktor und das faktorierte Gewicht nebeneinander. Der Faktor für
Traversen wirkt in [11] Streckenlasten Daten erfassen auf das Eigengewicht.
Ein Wert von 1.00 bedeutet: kein Zuschlag.
Globale Streckenlasten
Eingangsseite — und keine Faktoren, sondern Lastwerte.
Diese vier Werte werden jeder Traverse über ihre volle Länge zugewiesen, unabhängig davon, ob dort tatsächlich Technik hängt. Sie bilden Verkabelung, Kleinteile und Zubehör ab, die man nicht einzeln modellieren möchte.
Warnung
Es handelt sich um Lasten in kg/m, nicht um Multiplikatoren. Ein Wert von 1.00 bedeutet hier ein Kilogramm pro Meter, nicht „kein Zuschlag". Wenn Sie keine globale Streckenlast wünschen, setzen Sie den Wert auf 0.
Sichtbar in [11] Streckenlasten Daten erfassen als eigene Gruppen
>> Globale Streckenlast Licht << und so weiter.
Automatische Faktoren
Eingangsseite. Zwei Zuschläge, die VStatics selbst berechnet.
Medienlasten. Ein Anteil der bereits modellierten Medientechnik wird als zusätzliche Streckenlast angesetzt — für Kabel, Adapter, Sicherungsseile und Ähnliches, das man nicht einzeln erfasst. Bei 0.35 werden also 35 % der Medienlast noch einmal aufgeschlagen. Der Zuschlag verteilt sich über die tragenden Traversen der Rig-Systeme, an denen Medientechnik hängt.
Rigginglasten. Ein fester Wert in kN/m über alle Traversen, für Rigging-Zubehör.
Beide erscheinen in [11] unter >> Automatische Streckenlasten <<.
Notiz
Die kg/m-Rate des Medienzuschlags ist ein Ergebnis, keine Eingabe: sie ergibt sich aus der Gesamtlast geteilt durch die Verteilungslänge. Sie ändert sich daher, wenn Sie Medientechnik hinzufügen oder verschieben.
Faktoren für Punktlasten
Ergebnisseite. Sie wirken auf die Auflagerkräfte.
Beide werden auf das gerechnete System angewandt und erscheinen in [26] Punktlasten als
Static Force und Dynamic Force, jeweils mit der zugehörigen Auslastung gegen die zulässige
Last des Auflagers.
Der Übergang zwischen beiden Spalten wird im Log als Verhältnis ausgewiesen — bei Statisch 1.15
und Dynamisch 1.45 steht dort x 1.26, weil 1.45 ÷ 1.15 = 1.26 beträgt.
Notiz
Die Bezeichnung nennt Punktlasten, die Faktoren wirken aber auf die gesamte Auflagerkraft — also auch auf den Anteil aus Streckenlasten.
Sicherheitskonzept
Ergebnisseite. Diese Beiwerte gelten ausschließlich für die Traversenbemessung in
[24] Traversenbemessung.
Sie können entweder nach EUROCODE arbeiten oder eigene Sicherheitsfaktoren vorgeben. Die
Überschrift von [24] nennt das jeweils verwendete Konzept, zum Beispiel „mit
Sicherheitskonzept nach eigenen Sicherheitsfaktoren".
Die Beiwerte werden im Berechnungskern auf die Schnittgrößen aufgeschlagen. Das ausgewiesene Biegemoment ist damit ein Bemessungswert und wird gegen den Bemessungswiderstand der Traverse gestellt.
Notiz
Die Faktoren für Punktlasten wirken nicht auf die Traversenbemessung, und die Sicherheitsbeiwerte wirken nicht auf die Auflagerkräfte. Es sind zwei getrennte Betrachtungen desselben Modells.
Wo wirkt was
„Enthalten" heißt: der Wert steckt bereits in der Last und wirkt dadurch überall weiter.