# Vergleich zwischen Berechnung und Belastungstabelle

Ein beliebter Vergleich ist die Gegenüberstellung der Berechnung mit der vom Hersteller veröffentlichte Belastungstabelle

## Beobachtung

In diesem Beispiel hat eine Global Truss F34 Traversenstrecke eine Spannweite von 10 m, bei der genau in der Mitte eine Einzellast mit einem Gewicht von 395 kg angebracht wird.

![](/x/de/VStatics_FAQ_01_Sample_Load.png)

Laut der Belastungstabelle des Herstellers ist bei einer Spannweite von 10 m und einer mittigen Einzelast 100% der maximal zulässigen Traversenbelastung erreicht. D.h. höhere Einzellasten an dieser Stelle führen zu einer Überlast der Traverse, so dass diese brechen kann.

![](/x/de/VStatics_FAQ_01_Sample_Load_Table.png)

Wenn nun mit VStatics dieses System berechnet wird, erhalten wir eine Traversenbemessung *(Auslastung der Traverse)* von knapp 84%, und damit 16% unter dem laut Belastungstabelle angegebenen Höchstwert. Dieser Unterschied könnte zu Verunsicherung beim Einsatz führen, es gibt aber eine einfache Erklärung für die Differenz.

![](/x/de/VStatics_FAQ_01_Sample_Load_Result.png)

## Erklärung

Die Gegenüberstellung der Berechnungsergebnisse aus VStatics *(oder auch jedem anderem Statik-Programms)* mit den Werten der Belastungstabellen der Traversenhersteller ist so direkt nicht möglich, da es sich dabei um zwei verschiedene Berechnungsmethoden handelt. 

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In den Werten der Belastungstabelle des Traversenherstellers steckt immer ein Sicherheitskonzept, welches in der Regel nicht öffentlich bekannt ist.
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Dieses Sicherheitskonzept wird entweder nach alter Norm, also auf Basis von zulässigen Werten und definierten Einwirkungssituationen *(eher unwahrscheinlich)* oder nach aktueller Norm DIN EN 1990, mittels semi-probabilistischem Teilsicherheitskonzept *(eher wahrscheinlich)* erstellt.

Hierbei werden dann auch Teilsicherheitsbeiwerte auf die Lasten/Einwirkungen aufgeschlagen und es wird unterschieden zwischen ständiger und veränderlicher Belastungssituation. Das lässt sich in einer Belastungstabelle (also ohne Unterscheidung ständig und veränderlich) nur gemittelt oder durch Vereinfachung abbilden. Wie und was genau für die Belastungstabelle gerechnet wurde, kann am Ende nur der Traversenhersteller sagen. 

## Systematik von VStatics 

In VStatics werden die Schnittgrößen *(charakteristische oder Bemessungswerte oder individuell nach User-Auswahl)* mit den Bemessungswiderständen der Traverse verglichen; als Bemessungswiderstände werden die von den Traversen-Herstellern herausgegebenen Grenzschnittgrößen nach DIN EN 1999 angesetzt, so wie diese in den üblichen TÜV-Zertifikaten vom Hersteller veröffentlicht werden.

Die Ausnutzung der Traverse wird dann für den maßgebenden Fall durch Vergleich der berechneten Schnittgrößen und der für Biegung und Querkraft durch den Traversen-Hersteller zur Verfügung gestellten Bemessungs-Grenzwerte ermittelt. Dies ist  exakt das, was praktisch alle anderen Statik-Programme genau so oder ähnlich machen.

Die Vergleichsberechnung, so wie in diesem Beispiel angeführt, kann mit jedem Statikprogramm *(wie z.B. RStab)* durchgeführt, oder, bei diesem einfachen statisch bestimmten System, sogar analytisch per Hand berechnet werden. Dabei müssen dann die gleichen Ergebnisse resultieren. Das wäre dann auch der korrekte Vergleich, anstelle eines Vergleichs mit der Belastungstabelle.

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