# Traversenbemessung

Bei der **Traversenbemessung** wird die maximale Auslastung einer Traverse ermittelt. 

Der **EUROCODE** ist eine allgemein anerkanntes Regelwerk für Sicherheitsfaktoren und dient als anerkannte Grundlage für ein  **Sicherheitskonzept** bei der Berechnung.

Neben dem **EUROCODE** können auch andere Sicherheitsfaktoren verwendet werden. Damit verlässt man aber das anerkannte Regelwerk des **EUROCODE**.

Der **EUROCODE** oder eigene Sicherheitsfaktoren für die Traversenbemessung werden in der Einstellungspalette von <span class="app">VStatics</span> eingestellt.

![Öffnen der Einstellungspalette von VStatics](/x/de/ui/VStatics_Settings_UI.png)  

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## EUROCODE

Standardmäßig ist der **EUROCODE** für die Berechnung der Traversenbemessung eingeschaltet, so dass automatisch diese Sicherheitsfaktoren für die Berechnung verwendet werden.

![Traversenbemessung mit dem EUROCODE](/x/de/AuSt80_Truss_Assessment_EC_On.png)  

Beim **EUROCODE** wird im Wesentlichen zwischen zwei Lastarten unterschieden:

### Nutzlasten als veränderliche Lasten

Alle anderen Lasten sind Nutzlasten, die mit einem Faktor von <span class="att">1,50</span> auf das Eigengewicht bewertet werden. In der Tabelle ist diese Lastart mit **Medientechnik** bezeichnet.

### Lastaufnahmemittel als ständige Lasten

Zu den Lastaufnahmemitteln zählen z. B. **Traverse** und **Pipes**. Dieses sind ständige Lasten und werden mit einem Faktor von <span class="att">1,35</span> auf das Eigengewicht bewertet. In der Tabelle ist diese Lastart mit **Rigging** bezeichnet.

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## Eigene Sicherheitsfaktoren

Sobald einer der beiden Sicherheitsfaktoren **Medientechnik** und **Rigging** verändert wird, bewegen wir uns außerhalb des **EUROCODE**-Regelwerks. Dabei sollten die Auswirkungen bei der Abweichung von der Norm bedacht werden.

![Traversenbemessung mit eigenen Faktoren](/x/de/AuSt80_Truss_Assessment_EC_Off.png) 

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## Praxisbeispiel zur Traversenbemessung

Zur Verdeutlichung der Auswirkung der Sicherheitsfaktoren für die Traversenbemessung im Folgenden drei Szenarien mit unterschiedlichen Sicherheitsfaktoren. Dazu wird das Beispiel aus dem [Schritt-für-Schritt Anleitung](../aust80_02_step_by_step.md) verwendet.

### mit Sicherheitskonzept nach EUROCODE 

![Verwendete Faktoren - nach EUROCODE](/x/de/AuSt80_Truss_Assessment_Sample_EC_Factors.png) 

![Ergebnis der Traversenbemessung mit Faktoren - nach EUROCODE](/x/de/AuSt80_Truss_Assessment_Sample_EC_Results.png) 

### ohne Sicherheitskonzept

![Verwendete Faktoren - ohne Sicherheitskonzept](/x/de/AuSt80_Truss_Assessment_Sample_Min_Factors.png) 

![Ergebnis der Traversenbemessung mit Faktoren - ohne Sicherheitskonzept](/x/de/AuSt80_Truss_Assessment_Sample_Min_Results.png) 

### mit strengem Sicherheitskonzept

![Verwendete Faktoren - mit strengem Sicherheitskonzept](/x/de/AuSt80_Truss_Assessment_Sample_Max_Factors.png) 

![Ergebnis der Traversenbemessung mit Faktoren - mit strengem Sicherheitskonzept](/x/de/AuSt80_Truss_Assessment_Sample_Max_Results.png) 

### Fazit

Die maximale Auslastung *(max. Utlilzation)* einer Traverse steigt, je höher die Faktoren für das verwendete Sicherheitskonzept sind. In diesem Praxisbeispiel kann die Traversenbemessung vernachläasigt werden, da alle Traversen selbst mit hohen Sicherheitsfaktoren noch über 80% an Tragekapazität besitzen. 

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Dennoch ist die Verwendung eines ausreichend bemessenen Sicherheitsfaktors entscheidend für ein gutes Sicherheitskonzept bei der Berechnung. Sicherheitsfaktoren nach EUROCODE haben sich in der Praxis vielfach bewährt.
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